Drucktechniken für Kunstdrucke, Poster und Leinwandbilder

Juni 15th, 2009

Kunstdrucke und Poster sind über fotomechanische Prozesse oder über präparierte Druckvorlagen erstellte Reproduktionen von Kunstbildern. Die ersten Kunstdrucke im eigentlichen Sinn entstanden vor rund tausend Jahren im Norden von China. Dabei wurden die Kunstdrucke über einen mit verschiedenen Farbpigmenten betupften Stein auf Seide gedruckt. Heute sind Kunstdrucke und Poster ein Spezialbereich des Druckwesens, vornehmlich zur Reproduktion von Gemälden bekannter Künstler.  Kunstdrucke, Leinwanddrucke und Poster können in verschiedenen Druckverfahren erstellt werden: 

Beim Flachdruck liegen die Bildstellen und die Nichtbildstellen der Druckform fast auf einer Ebene. Zu dieser Drucktechnik gehört auch die Lithografie und der Offsetdruck.  Beim Tiefdruckverfahren liegen die Bildstellen der Druckform tiefer als die Nichtbildstellen. Dieses Verfahren wird häufig für den Druck von Postern in hohen Auflagen verwendet.   

Beim Hochdruck liegen die Bildstellen der Druckform oberhalb der Nichtbildstellen. Da die Erstellung der Druckvorlagen sehr zeitaufwendig und kostenintensiv ist, wird der Hochdruck heute nur noch für sehr anspruchsvolle Grafiken verwendet.   Der Siebdruck gehört zu den Schablonendruckverfahren. Die Schablone, die auch als Drucksieb bezeichnet wird, wird heute meist fotomechanisch hergestellt. Das Siebdruckverfahren wird heute häufig für die Herstellung von hochwertigen Kunstdrucke und Poster verwendet.  

Beim Digitaldruck erfolgt die Übertragung der Gemälde-Vorlage unmittelbar von einem Computer auf eine Druckmaschine. Eine Druckform wird nicht verwendet. Häufig wird der Digitaldruck für Kunstdrucke auf Malerleinwand (so genannte Leinwanddrucke, Leinwandbilder oder Canvas - Bilder) verwendet. Bei Kunstdrucken auf Malerleinwand erhält das Leinengewebe aus Baumwolle eine Grundierung, damit die Farbpigmente besser von der Oberfläche aufgenommen werden können. Das ermöglicht eine gleichmäßigere Abstufung der Tonwerte als bei Digitaldrucken von herkömmlichen Postern oder Kunstdrucken.   Darüber hinaus wird der Digitaldruck auch häufig eingesetzt, wenn Kunstbilder von Gemälden in verschiedenen Größenformaten als Poster oder Kunstdruck “on demand” angeboten werden.   Durch die Verbreitung des Internets als Marktplatz ist eine Vielzahl von Gemälde-Galerien, Online-Shops und Museumsshops entstanden, die Kunstdrucke, Poster, Leinwandbilder oder auch handgemalte Gemälde-Reproduktionen von berühmten Künstlern wie van Gogh, Claude Monet, Paul Cezanne zu günstigen Preisen vertreiben.

Kunstmäzen verschönert Berlin

Juli 18th, 2007

Er war einer der berühmtesten Kunstsammler der Welt: der kürzlich verstorbene Heinz Berggruen. Seine Sammlung gilt als eine der weltweit bedeutendsten der klassischen Moderne. Jetzt will sein Sohn noch mehr Schätze nach Berlin bringen.

Eigentlich lebt er in New York, aber nun hat Nicolas Berggruen, 46, sein Herz für Berlin entdeckt - und tritt damit in die Fußspuren seines im Februar gestorbenen Vaters Heinz Berggruen. Der hatte im Jahr 2000 seine wunderbare Sammlung von 165 Bildern der Stadt zu einem Spottpreis überlassen - und Berlin damit eins der schönsten Museen überhaupt beschert: mit grandiosen Werken von Pablo Picasso, Paul Klee, Henri Matisse.

Berggruen junior will offenbar noch mehr: 50 weitere Gemälde seines Vaters möchte er nach Berlin bringen, das Museum soll erweitert werden. Kulturstaatssekretär Schmitz war heute über das Angebot so erfreut, dass er sofort reagierte: “Berlin wird das Kommandantenhaus kostenlos zur Verfügung stellen.” Das steht direkt neben dem Berggruen-Museum am Schloss Charlottenburg - besser geht’s nicht.

Der besondere Coup: das Cafe Moskau

Aber Nicolas Berggruen ist die großzügige Leihgabe noch nicht genug. Auch seine eigene Sammlung mit Gemälden und Kunstdrucken Andy Warhol, Jeff Koons und Damien Hirst will er von New York nach Berlin bringen. “Ich habe Berlin sehr gerne und fühle mich hier zu Hause”, sagte er heute der B.Z. “Wenn ich den passenden Platz und ein entsprechendes Gebäude finde, würde ich gerne eine Sammlung für zeitgenössische Kunstbilder in Berlin aufbauen. Das könnte auch in den Gebäuden sein, die wir hier schon gekauft haben.”

Ganz still und leise erwarb er seine Berggruen Holding nämlich bereits die Sarotti-Häfe in Kreuzberg, die Schuckert-Werke in Treptow und - ein besonderer Coup - das Cafe Moskau in der Karl-Marx-Allee. In dem legendären Bau verkehrte die gesamte DDR-Avantgarde und tafelte unter einem riesigen, von der UdSSR geschenkten Sputnik-Modell. Seit der Wende ist das Moskau ein angesagter Club mit Bar und Disco. Stars wie Quentin Tarantino, Uma Thurman und Robbie Williams feierten hier und genossen den Flair des Ostens. Berggruen: “Wir werden die Architekturikone behutsam, aber konsequent innen wie außen wieder in ihren Originalzustand versetzen” - samt Sputnik.

Versucht da einer, den Ruhm des Vaters, immerhin Ehrenbürger von Berlin, noch zu übertreffen? Solche Spekulationen weist Berggruen junior weit von sich. “Ich will keinen Ruhm damit ernten. Es geht mir immer um die Sache.” Na dann. Berlin kann sich freuen.

Dialog der Epochen

Juli 18th, 2007

Kiel - Er liegt zwar schon zwei Jahre zurück - der 150. Geburtstag der Kieler Kunsthalle, der dem Mäzenatentum engagierter Kieler und schleswig-holsteinischer Bürger zu verdanken ist. Aber was zählt eine solch kurze Zeitspanne schon angesichts des ungeheuren Wertes, den die heutige Sammlung ausmacht. Das dachte sich auch der DuMont-Verlag, welcher diesem Umstand mit einem opulenten Prachtband Rechnung trägt. Auf 600 Seiten werden darin 250 ausgewählte Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Fotografien und Installationen gewürdigt. Das Opus erscheint in einem Monat zur Museumsnacht in Kiel. Sozusagen als Preview darf die Ausstellung gewertet werden, die jetzt eröffnet wurde. Zu sehen sind Werke von 85 Künstlern in 22 Ausstellungsräumen des Hauses - gewählt aus einem Fundus von rund 1000 Gemälden, 200 Skulpturen und Plastiken sowie 40.000 grafischen Werken. Hinzu kommen einige bereichernde Leihgaben. Keine chronologische Hängung erwartet den Besucher dabei, sondern eine dialogfördernde Gegenüberstellung verschiedener Epochen.
Da trifft etwa Stephan Balkenhols “Mann mit Tätowierung” mit seinem schemelartigen Sockel auf die Avantgarde des Expressionismus, ist gesäumt von Bildern Ernst-Ludwig Kirchners, Karl Schmidt-Rottluffs, Max Pechsteins oder Erich Heckels - alles zusammengefasst von einer betörend Raumbemalung. Zwei Räume weiter ist der bedeutendste Expressionist des Nordens, Emil Nolde, gleich mit acht Gemälden vertreten, zusammen mit erlesenen Werken des 19. Jahrhunderts wie Hans Oldes “Frau im blühenden Apfelgarten” oder Louis Corinths Portrait von Frau Behn, der Tochter des Wirtes einer bekannten Gaststätte im holsteinischen Panker, die er bei einem Besuch seines Kollegen Olde in Kiel-Schilksee kennen gelernt hatte. Das Gemälde gehört zu den Neuerwerbungen der Kunsthalle, die gezielt in den Fokus der Schau gestellt wurden. Inmitten des Raumes aber steht das Bronze-Portrait des Komponisten Gustav Mahler, eine Plastik des berühmten Bildhauers Auguste Rodin aus dem Jahr 1909, welche bereits 1913 auf der Münchener Kunstausstellung für Kiel erworben wurde.

Neu sind auch zwei Werke von Christian Rohlfs: sein liegender Akt aus dem Jahr 1901 sowie sein Waldausschnitt mit farb-leuchtenden Kiefernstämmen von 1903. Ein ganzer Raum ist mit den Gemälden dieses Malers eingerichtet. Wie ein modernes Fragezeichen ist die “Schneeballmöhle” von Andreas Slominski dazugestellt - ein buntes Objekt aus Holz, Metall, Beton und Kunststoff von 1997.

Ein wunderbarer Dialog ist den Ausstellungsmachern auch mit der Zusammenstellung einiger Werke russischer Künstler des beginnenden 20. Jahrhunderts mit Werken gleich mehrerer Epochen gelungen: Bilder von Jawlensky, Udalzowa und Sinesubow treffen auf eine kubistisch anmutende Bronzeplastik von Hans Uhlmann, welche dieser 1967 im Rahmen eines Wettbewerbs für das Kieler Schloss entwarf. Dieser Werkgruppe ist das monumentale, farbstrotzende Gemälde “Billard” von Gerhard Richter zugeordnet. Meisterwerke von Joseph Beuys fehlen in dieser sehenswerten Schau ebenso wenig wie Arbeiten von Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Jacob van Ruisdael, Nam June Paik oder jüngeren Künstlern wie Stephan Kern und Daniel Richter.

Kunst in der Villa Viktoria - Ausstellung des Künstlers Dirk Jakobs ab 23. Juli 2007

Juli 18th, 2007

(openPR) - Im Rahmen der neuen Ausstellungsreihe “Kunst in der Villa Viktoria“ werden die abstrakten Werke des Künstlers Herrn Dirk Jakobs vom 23. Juli bis zum 30. September 2007 ausgestellt sein.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 23. Juli 2007, ab 19:00 Uhr in der Villa Viktoria, Blumenthalstraße 12, Düsseldorf-Derendorf statt.

Hotel Villa Viktoria
Blumenthalstrasse 12
40476 Düsseldorf

Kontakt/Pressekontakt:
Nicole Sauter - Direktorin - Blumenthalstraße 12, 40476 Düsseldorf,
Tel: 0211 469 00 605, Email: sauter@villaviktoria.com

Villa Viktoria:
Die neoklassizistische Villa wurde 1914 zu Ehren der Gattin des letzten deutschen Kaisers, Wilhelm II., erbaut. Sie liegt mitten in Düsseldorf im Stadtteil Derendorf, unweit der lebendigen Innenstadt. Mit der Lage in einer ruhigen Seitenstraße ist das Hotel mit seinem schönen Garten ein idealer Ort zum Verweilen inmitten der Großstadt.

Die Villa Viktoria war ehemals ein Säuglingsheim und besonders während der Kriege eine diskret gehandelte Adresse, bei der Kinder abgegeben werden konnten, für die sonst im Leben kaum Platz war. Hier fanden sie ein vorläufiges, sicheres Zuhause.

Heute ist die Villa Viktoria das einzige ‘All Suite Deluxe Hotel’ in Düsseldorf. Auf Individualität und Zurückgezogenheit wird hier größter Wert gelegt. In dem liebevoll restaurierten architektonischen Schmuckstück finden anspruchsvolle Gäste einen Zufluchtsort, der sich durch unaufdringlichen Luxus und professionellen Service auf höchstem Niveau auszeichnet.

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www.villaviktoria.com

Dirk Jakobs:

Die Leidenschaft von Dirk Jakobs liegt in der Darstellung von Gedankenwelten. Worin sieht er die Motivation seiner Werke? Wodurch ist seine künstlerische Tätigkeit geprägt?
Jakobs: Mode- oder künstlerische Trends berühren mich praktisch gar nicht. Kunst, die so etwas berücksichtigt, ist stets limitiert und zeitgebunden. In meiner Kunst verlasse ich mich auf meine Intuition, mein Gefühl. Ich liefere mich also vollkommen meinem inneren Antrieb und meinen Emotionen aus. Nicht selten bin ich selbst überrascht, was passiert mit mir und dem, was da gerade entsteht. Die Kunst hat bisweilen kathartischen Charakter, sie fördert Ungeahntes zutage“ und zwar sowohl für den Künstler als auch den Betrachter.

Dieser Umstand spiegelt sich deutlich in den Farben und Formen wider, die seine Bilder so unverwechselbar und rätselhaft machen. Seine Kunstwerke sind also gleichsam die Visualisierung dieses Schaffensprinzips. Aber Dirk Jakobs möchte mehr: Er möchte mit seiner Kunst den Betrachter inspirieren und motivieren. Möchte die Grenzen jedes Einzelnen freisetzen und überwinden lassen. Als weltoffener Künstler hat man meiner Ansicht nach die Pflicht, Grenzen jedweder Art also gesellschaftlich, künstlerisch, politisch, moralisch in Frage zu stellen, zu überwinden und neue Sichtweisen zu vermitteln. Wenn meine Kunst das vermag, dann bin ich am Ziel.

www.dirk-jakobs.eu